CD-Cover

Eingetragen bei: Grafikdesign, Illustration, Vektor, Vektorgrafik | 0

4.9.2016

Heute habe ich eine Möhre abgeschnitten, ein bisschen ausgehöhlt und dann einen Kabelbinder durchgepiepelt, Wasser reingefüllt und sie aufgehängt.
(Wer das jetzt nicht wirklich verstanden hat, kann es getrost nochmal versuchen oder einfach akzeptieren und als ZEN-Übung betrachten.)

Während ich die „Möhren-Ampel“ herstellte, träumte ich von meinem Häuschen mit dem Gärtchen, in dem ich zu dieser Jahreszeit schon das kanadische Goldrutenkraut, den Rainfarn und so Zeug geerntet hätte.
Ich habe schon persönlich mit ernst zu nehmenden Experten aus verschiedenen Fachrichtungen gesprochen, die ausdrücklich überzeugt zu sein schienen, dass Visionen eine gute Sache wären. Ich habe auch eine Meditations-CD mit der man seine eigenen Visionen entwickeln kann. Und eine Verquickung günstiger Umstände hat mir sogar einen Bruder beschert, der Menschen direkt bezogen auf deren Leben berät, wenn sie mal mit jemandem reden wollen, der ihnen da weiterhelfen kann. Ich weiß nicht, wie er das mit den Visionen handhabt. Im Februar gestalteten wir gemeinsam das CD-Cover für seine Mediationen. Er hat ein unglaubliches Augenmaß. Das Mandala ist überall drauf, es ist nicht symmetrisch, er mag es. Wenn ich versuche, es symmetrisch zu machen, sieht es nicht mehr so gut aus. Es liegt bestimmt daran, dass zwar bestimmte Harmonien in der Natur und überall vorkommen, aber eben doch nicht das perfekte Gleichgewicht. Die absolute Perfektion ist gleich dem Tod vielleicht auch der Erlösung, dem Tao oder so. Und da das Mandala nicht ganz perfekt ist, lebt es noch :-) Es lebt ebenso, wie die Vorhaben, Wünsche mittels Visionen zu Erfüllung zu bringen. Marx und Engels haben uns ja erklärt, dass ein befriedigtes Bedürfnis 10 neue gebiert. Wie wäre es dann mit einer Vision von Zufriedenheit? Da muss man ja erstmal hin gelangen. Die Mediationen behandeln sehr unterschiedliche Themen. Zum Beispiel das Thema: Inneres Kind. Das ist am beliebtesten. Aber was ist jetzt wieder Zufriedenheit? Es könnte sein, einerseits zu kucken, wie die Visionen aussehen, aber dann auch nicht so verbissen dran zu hängen.

Es ist so: ich kenne Leute, die glücklich auf dem Land leben mit Garten, Viechern, Traktor und selber geschnitzten Holzschafen als Kunst, ohne eine Vision davon gehabt zu haben. Oder andere, auch auf dem Land, allerdings mit Hühnern, Singvögeln, Katzen und einer Eule haben doch eine Vision gehabt, aber sich Geld von den Eltern geborgt. Ich räume ein, dass es eine Mischung sein könnte …, eine Verquickung günstiger Umstände, so wie das mit meinem Bruder. Einen Bruder kriegt man allerdings nicht mit einer Vision. Das wäre mir neu.
Das mit der Möhre stand in einem Buch über Zimmerpflanzen für Kinder.
Kinder – Inneres Kind – Vision – CD – Mandala – nicht ganz symmetrisch – orange –  Möhre? – selbstwaerts.de

Ich betrachte das als ZEN-Übung.